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W i l l k o m m e n !

 

Sonja & Dimitrios GorlasSonja & Dimitrios Gorlas

Naturheilpraxis Gorlas

Heilpraktiker Dimitrios Gorlas

Heilpraktikerin Sonja Gorlas

 

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Nahrungsmittel, Genussmittel, Heilmittel

Hilfe bei Insektenstichen

Veröffentlicht am 26.07.2015

Insektenstich – da hilft der Spitzwegerich !

Macht der Bienenstich „Aua“ – nimm Apis mellifica

 Der Sommer ist da, die Insekten schwelgen freudig in der Luft – manchmal fehlt aber auch der Sicherheitsabstand – und Schwupps ist man Opfer der kleinen Tierchen.

 

Die weibliche Stechmücke saugt unser Blut, da dessen Inhaltsstoffe wichtig für die Produktion Ihrer Eier sind. Um das Gerinnen (verklumpen) unseres Blutes zu verhindern, spritzt die Mücke bestimmte Eiweiße in das Gewebe, an dem sie sich gerade zu schaffen macht – und unser Körper reagiert dann allergisch durch die Ausschüttung von Histamin mit Juckreiz, Rötung, Schwellung, Überwärmung.

Meist schmerzt der Mückenstich überhaupt nicht – man spürt, wenn man Glück hat, eventuell leicht den Einstich, und kann die Mücke dann noch rechtzeitig von Ihrer Mahlzeit abhalten.

 

Wenn die weibliche Honigbiene zusticht, dann tut sie dies unter dem Einsatz ihres Lebens – da der Stachel in der menschlichen Haut stecken bleibt.

Nach dem Einstich, wenn die Biene sich davonmachen möchte, wird der ganze Stechapparat aus dem Bienenleib herausgerissen. Die Biene kann so nicht überleben und stirbt kurz darauf.

Anders ist das bei den Wespen – die leben und stechen danach meist unversehrt weiter.

Der Bienen- und Wespenstich wird von den meisten Menschen als schmerzhaft empfunden.

 

 

 

 

Wenn es dann einen selbst oder Eure Kinder erwischt hat, braucht man schnelle Hilfe. Hier einige Tipps, was Ihr tun könnt:

 

 

 PFLANZLICHE HILFE BEI INSEKTEN- UND BIENENSTICHEN:

 Spitzwegerich (Plantago lanceolata L.):

findet sich fast überall. Auf Wiesen, im Garten (als „Unkraut“), im Freibad, am Badesee – also dort, wo er erste Hilfe leisten kann !

Er ist der Heilkräftigste unter seinen Vettern, dem Breitwegerich (Plantago major L.) und dem Mittleren Wegerich (Plantago media L.) . Sollte der Spitzwegerich als erste Hilfe gerade nicht am „Tatort“ zu finden sein, kann man auch auf die beiden anderen zurückgreifen.

 

Anwendung:

  • Ein paar Spitzwegerichblätter pflücken,
  • von Schmutz säubern, abwaschen
  • die Blätter zerreiben, quetschen- so dass der Saft austreten kann
  • und direkt auf den Stich geben, z.B. die gequetschten Blätter um die Betroffene Stelle wickeln.
  • Nach einem Abstand von ein paar Minuten kann man dann immer wieder neue Blätter quetschen und auflegen.

Dies lindert sogleich den Schmerz und die Schwellung wird vermieden oder geht daraufhin zurück. 

Mich freut es, dass im Leitfaden Phytotherapie sogar geschrieben steht, dass der Spitzwegerich zur ersten Wundversorgung und bei Insektenstichen mit GROSSEM ERFOLG in der Volksmedizin angewandt wird.

 

Natürlich gibt es noch andere Anwendungsgebiete und Darreichungsformen dieser wunderbaren Heilpflanze – z.B. bei Husten, Bronchitis, Darmbeschwerden und noch weiteren.

 

HOMÖOPATHISCHE HILFE BEI BIENEN-/WESPENSTICHEN

und Insektenstichen:

 

Das Homöopathische Mittel „Apis mellifica“ wird nach dem Ähnlichkeitsprinzip der Homöopathie unter anderem bei stechenden Schmerzen, Schwellungen, Bienen- und Insektenstichen, Halsentzündungen, Ausschlägen eingesetzt.

 

Warum „Ähnlichkeitsprinzip?“ Weil das Mittel „Apis mellifica“ im Endeffekt eine homöopathisch aufbereitete Honigbiene ist – nach mehreren Arbeits- und Potenzierungsschritten werden daraus Globuli hergestellt. Nach Samuel Hahnemanns Prinzip „Ähnliches möge mit Ähnlichem geheilt werden“ – wird somit das Mittel Apis Melllifica bei Beschwerden eingesetzt, die einem Bienenstich ähnlich sind.

 

Gängige Potenzen bei Bienen- und Insektenstichen sind von D 6 – D12

 

Achtung bei Niedriger Potenz von Apis mellifica bis D4/C2 bei Bienengiftüberempfindlichkeit/-allergie.

 Dieses Mittel gehört wie viele andere auch in die homöopathische Hausapotheke. (z.B. wie Arnica, Belladonna etc). Es ist mit Sicherheit lohnenswert, ein kleines Fläschchen Apis-Globuli in die Reise-, Badetasche oder den Picknickkorb zu packen.

 

 ACHTUNG: Das ist ein Notfall !!!

Bei Stichen im Hals- oder Kopfbereich: einen Arzt aufsuchen, da es zu Schwellungen kommen kann. Bei Verschlucken einer Biene/ Wespe – Notarzt anrufen – denn bei Stichen im Rachen / Halsbereich kann die Luftröhre zuschwellen. Bei allergischen Reaktionen (auftreten von Quaddeln, Ausschlägen auf der Haut, Atemnot, Erbrechen, Schwindel, Blutdruckabfall, Bewusstlosigkeit „Anaphylaktischer Schock“) – Lebensgefahr ! SOFORT einen Arzt oder Notarzt herbeirufen !

 

Anmerkung:

Der Spitzwegerich und Apis mellifica (homöopath.) haben noch weitere Anwendungsbereiche, auf die ich hier in diesem Artikel jedoch nicht näher eingehe. Oben seht Ihr übrigens Dimitrios Gorlas, der meine Amateur-Kunstwerke präsentiert. Die Blätter auf dem Bild mit der Stechmücke sind die vom Spitzwegerich aus unserem Garten.

 

Text: Sonja Hinnen

 Quellen: Boericke, Homöopathische Mittel und ihre Wirkungen, Materia Medica und Repertorium / Leitfaden Phytotherapie, 4. Auflage, Elsevier Verlag / Die Kräuter-Liesel, Lisel Malm, meine besten Heil- und Gewürzkräuter, Bassermann Inspiration

Fotos: S. Hinnen & D. Gorlas

Insektenkunst: S. Hinnen